Klinik-News
Kleinste Tumoren viel früher erkennen
Datum: 08.07.2009
Neue HDTV-Technik in der Endoskopie am Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
Je früher verschiedene Krebsarten wie Darmkrebs erkannt werden, umso höher sind die Heilungschancen. Das Marienkrankenhaus hat jetzt in die Diagnosetechnik investiert: In der Endoskopie arbeitet das Haus von nun an mit modernster High-Definition Television-Technik (HDTV) von Olympus, die die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten erheblich erweitert.
„Mit den neuen technischen Geräten können wir dank der hochauflösenden Bilder insbesondere kleine und flache Tumoren beispielsweise im Magen-Darm-Trakt oder in den Bronchien viel früher erkennen", macht Dr. med. Jan Brannath, Leitender Oberarzt im Zentrum Innere Medizin, deutlich. Vorsichtig bewegt er das Endoskop durch den Dickdarm einer Patientin. Die Darmschleimhaut wird gestochen scharf auf dem Monitor dargestellt. Dann schaltet er das sogenannte Narrow Band Imaging dazu. Dabei wird das Licht auf bestimmte Wellenlängen reduziert, was zu erhöhten Kontrasten zwischen der Gefäßstruktur und der sonstigen Schleimhaut führt: „So können wir feinste Abweichungen von der normalen Gefäßstruktur erkennen. Entzündungen und tumorverdächtige Areale fallen sofort auf", sagt der Oberarzt.
Wie beim TV-Gerät zu Hause nützt es nichts, nur einen HDTV-fähigen Bildschirm zu haben, das Marienkrankenhaus setzt auf die komplette Technik: Vom Endoskop, über den Prozessor und Monitor sind alle Geräte mit HDTV-Technik ausgestattet. Mit den eingesetzten Systemen können zudem sämtliche Daten digital übertragen und gespeichert werden. Nach der Untersuchung schaut sich Dr. Brannath die Bilder und Videos auf dem Computer an. „Die digital erhobenen Befunde können sofort von der jeweiligen Station abgerufen werden. Dadurch verbessern wir den Informationsfluss zwischen dem zuweisenden und dem untersuchenden Arzt", betont Dr. med. Jan Brannath.