Klinik-News
Bessere Unterbringung in der Psychiatrie
Datum: 21.04.2010
Um- und Neubauten in der Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll eingeweiht
Im Zuge der Neustrukturierung der Psychiatrie in der Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll ist ein wichtiger Schritt vollbracht: Mit dem Umbau des Hauses 17 und der Umnutzung bzw. des Neubaus der Häuser 3 und 4 wurden nun elf Stationen mit 226 Betten für verschiedene Fachabteilungen der Psychiatrie neu eingerichtet. Die Freie und Hansstadt Hamburg unterstützt diese insgesamt rund 13,2 Millionen Euro teuren Maßnahmen mit rund 12,6 Millionen Euro Fördermitteln.
Im Haus 17 befinden sich nun zehn Stationen mit 226 Betten und eine Tagesklinik der Fachabteilung für affektive Erkrankungen, der Fachabteilung für Persönlichkeitsstörungen und der Fachabteilung für Psychosen und Akutpsychiatrie. Weitere Einheiten sind der Sozialdienst, die Sozialtherapie mit Ergo- und Physiotherapie und die Psychiatrische Institutsambulanz.
Die wichtigsten Neuerungen:
- Nur noch Ein- und Zweibettzimmer mit eigener Nasszelle
- Helle Räumlichkeiten mit viel natürlichem Licht
- Abgegrenzte Gärten für die geschlossenen Stationen
- Aufenthalts- und Behandlungsräume im Zentrum jeder Station
- Konsilambulanz für somatische Leistungen für die Ochsenzoller Patienten
- Hoher Sicherheitsstandard im Bereich Brandschutz
- Ein neuer Raum der Stille erlaubt Patienten und Mitarbeitern, sich zur inneren Einkehr zurückzuziehen.
Das Haus 3 wurde von einer Ergotherapieschule zur Patientencafeteria mit hauswirtschaftlich-ergotherapeutischem Angebot umgebaut.
Der Neubau Haus 4 ist als Mehrzweckhalle konzipiert, wird täglich für sport- und bewegungstherapeutische Angebote genutzt. Daneben steht es für Vortragsveranstaltungen, Kindergartenprojekte und Feierlichkeiten zur Verfügung.
Neue Struktur:
Die ehemalige
Allgemeinpsychiatrie wurde überführt in Fachabteilungen mit inhaltlichen
Schwerpunkten, die sich näher an den Bedürfnissen der Patienten orientieren.
Dies optimiert die Versorgungsqualität und die Effektivität der Therapien, indem
für Patienten mit ähnlichen Krankheitsbildern Spezialangebote vorgehalten werden
können. So gibt es in Haus 17 zwei Stationen für Patienten mit depressiven
Erkrankungen, eine für Angsterkrankungen, eine Borderline-Station sowie eine
Station für traumatisierte Frauen. Hinzu kommen drei offene Psychose-Stationen
sowie eine geschlossene Akutstation und die psychiatrische Aufnahmestation.
Diese spielt eine besondere Rolle im Selbstverständnis dieses Hauses als
Einrichtung, die für jeden psychisch Kranken zu jeder Tages- und Nachtzeit
erreichbar ist.
Keine räumliche
Zersplitterung mehr
Die räumliche
Zusammenfassung der bisher auf fünf Standorte verteilten Einheiten erleichtert
den Dialog zwischen den psychiatrischen Fachabteilungen und auch die
Zusammenarbeit innerhalb dieser Abteilungen.
Auf den Stationen erwarten die Patienten interdisziplinäre Teams aus Ärzten, Pflegekräften, Psychologen, Sozialarbeitern und Ergotherapeuten. Flankiert wird deren Arbeit von übergreifenden Angeboten des Sozialdienstes wie Schuldnerberatung oder Hilfen bei Arbeits- oder Wohnungssuche. Die Abteilung für Sozialtherapie macht im Haus zahlreiche stationsübergreifende Angebote wie zum Beispiel die Musik- und Kunsttherapie.
„Wir sind stolz
darauf, dass wir als psychiatrisches Großkrankenhaus unseren Patienten jetzt
nicht nur die modernsten psychiatrischen und psychotherapeutischen
Behandlungskonzepte anbieten können, sondern dies auch in neuen beziehungsweise
sanierten Gebäuden", betonte Priv.-Doz. Dr. Claas-Hinrich Lammers, Ärztlicher
Direktor Psychiatrie und Chefarzt zweier Fachabteilungen auf der
Einweihungsfeier.