Pressemitteilung

Hamburger Krankenhäuser fordern Offensive für neue Berufsbilder

Datum: 20.05.2010

HKG greift Ergebnisse des Pflege-Thermometers 2009 auf

Das Pflege-Thermometer 2009 berichtet Befragungsergebnisse von Pflegekräften in Krankenhäusern, die Arbeitsverdichtung und zum Teil Überforderungssituationen beschreiben.

Die Arbeit im Krankenhaus hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Abläufe im Krankenhaus von heute sind anders als noch vor einigen Jahren. Der Patient soll schnell und ohne unnötige Wartezeiten die notwendigen Untersuchungen und Therapien erhalten. Niemand liegt gerne länger als nötig im Krankenhaus. Die traditionelle Arbeitsorganisation wird den neuen Abläufen an vielen Stellen nicht mehr gerecht. Die Mitarbeiter werden mit neuen Anforderungen konfrontiert. Dies führt schnell zu Überlastungssituationen und Unzufriedenheit.

Moderne Krankenhäuser brauchen neue Berufsbilder: qualifizierte Pflegeassistenten, die Teile pflegerischer Tätigkeiten übernehmen, Servicekräfte, Assistenten für spezialisierte medizinische Aufgaben, Dokumentationsfachkräfte, die dem medizinischen Personal den Rücken frei halten und Führungskräfte, die Prozesse steuern können. Ärzte und Pflegekräfte sollen sich auf die Tätigkeiten konzentrieren können, die ihrer Qualifikation entsprechen.

Daher fordern Hamburger Krankenhäuser eine bundesweite Offensive für neue Berufsbilder im Krankenhaus. Dr. Claudia Spenk, Geschäftsführerin der HKG: „Nur eine bundesweite Standardisierung neuer Berufsbilder, die schnelle staatliche Anerkennung und eine gesicherte Ausbildungsfinanzierung im Krankenhausfinanzierungsgesetz werden dazu führen, dass junge Menschen sich zukünftig für eine solche Ausbildung entscheiden und die neuen Berufe eine Zukunft haben."

Die schnelle Entwicklung und Etablierung neuer Berufsbilder im Krankenhaus ist aus Sicht der Hamburger Krankenhäuser der entscheidende Erfolgsfaktor dafür, dass die Arbeit im Krankenhaus für alle Berufe - auch für die Pflege - attraktiv bleibt.

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