Pressemitteilung

Beschwerden erwünscht

Datum: 22.07.2010

Die HKG anlässlich der erneuten Unterzeichnung der Hamburger Erklärung

In diesen Tagen haben die Hamburger Krankenhäuser erneut die Hamburger Erklärung unterzeichnet. Sie verpflichten sich damit freiwillig für ein weiteres Jahr, ein sieben Punkte umfassendes, strukturiertes Beschwerdemanagement in ihren Häusern vorzuhalten. Ein Bestandteil der Hamburger Erklärung ist Transparenz. Um Transparenz auch nach außen zu schaffen, veröffentlichen die Krankenhäuser jährlich einen Bericht über die Tätigkeiten ihrer Beschwerdestelle. Parallel zu der erneuten Unterzeichung der Hamburger Erklärung haben alle Krankenhäuser zum zweiten Mal in Folge diesen Bericht, gebündelt durch die Hamburgische Krankenhausgesellschaft (HKG), veröffentlicht.

"Die erneute Unterzeichnung durch alle Hamburger Krankenhäuser und die Berichte über die Tätigkeiten der Beschwerdestellen zeigen, dass die Hamburger Erklärung in den Häusern angekommen ist", so Dr. Claudia Brase, Geschäftsführerin der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft. „In vielen Häusern hat sich in den letzten Jahren eine lebendige Beschwerdekultur entwickelt und es wurden durch Beschwerden von Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen wertvolle Veränderungsprozesse angeschoben."

In den ersten Jahren der Hamburger Erklärung ging es überwiegend darum, das Beschwerdemanagement in den Krankenhäusern zu verankern, Beschwerdestellen einzurichten und die zügige Bearbeitung von Beschwerden zu gewährleisten. Nun werden vielerorts Beschwerden stimuliert und die Wirkungen von Patientenrückmeldungen auf Krankenhausabläufe sind sichtbar: Wartezeiten wurden verkürzt, Patientenleitsysteme eingerichtet, aber auch Parkdecks neu gebaut und neue Küchenchefs eingestellt. Es finden Schulungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum patientenorientierten Umgang statt, es wird an der Kommunikation gefeilt und berufsgruppen-übergreifende Qualitätszirkel gehören inzwischen häufig zum Alltag. Erfolgreiche Veränderungsprozesse, die durch die Beschwerden von Patienten und deren Angehörigen angestoßen wurden. In Hamburger Krankenhäusern hat sich bestätigt: Jede Beschwerde ist ein Schatz - für zufriedene Patientinnen und Patienten und für die Steigerung der Qualität in allen Bereichen.

Seit 2008 liegt die Fortführung und Weiterentwicklung der Hamburger Erklärung in der Verantwortung der HKG. Die HKG unterstützt die Krankenhäuser bei ihrer Arbeit rund um das Beschwerdemanagement. Dazu gehört die konzeptionelle Weiterentwicklung, die fachliche Begleitung der Beschwerdebeauftragten, die Unterstützung bei der Erstellung der Berichte und die Vernetzung.

Der Bericht Hamburger Erklärung 2009 mit vielen Beispielen über die Umsetzung in den einzelnen Häusern ist auf der Homepage der HKG unter Publikationen zu finden. Ebenso finden Sie auf der Homepage der HKG die Hamburger Erklärung und die Liste der Krankenhäuser, die die Hamburger Erklärung unterzeichnet haben.

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