Pressemitteilung
Schnelle Hilfe beim Burnout-Syndrom
Datum: 30.09.2011
Krankenhäuser bieten unkomplizierte Unterstützung bei der Abklärung an
Das Burnout-Syndrom hat sich in den letzten Jahren zu einer Volkskrankheit entwickelt. Erkrankte Prominente und die Berichterstattung in den Medien haben dazu geführt, dass Betroffene sich schneller als möglicherweise psychisch krank betrachten und professionelle Hilfe suchen. Da die bestehenden Therapieangebote bereits erheblich überlastet sind, sind monatelange Wartezeiten auf ein Erstgespräch beim Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Tagesordnung. Die Symptome sind oftmals schon chronifiziert, wenn ein Therapieplatz schließlich gefunden ist.
Die Hamburger Krankenhäuser bieten mit ihren Institutsambulanzen und Tageskliniken schnelle und wirksame Hilfen für Burnout Erkrankte an. „Das Burnout-Syndrom ist eine Form der Depression, bei der es extrem wichtig ist, dass schnell und zielgerichtet therapeutische Hilfe geleistet wird", so Dr. Claudia Brase, Geschäftsführerin der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft. „Wird dieser Zeitpunkt verpasst, drohen lange stationäre Aufenthalte und zum Teil mehrjährige Arbeitsunfähigkeit. Dies gilt es zu verhindern."
Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes zeigt, dass allein die Krankenhausbehandlungen bei Depressionen in den vergangenen zehn Jahren in Hamburg um 41 % bei leichteren Depressionen und um 124 % bei schwereren Depressionen zugenommen haben. Viele Patientinnen und Patienten verbleiben vollständig unbehandelt, mehr als die Hälfte der Patienten erreicht nach Daten der WHO niemals einen Termin beim Facharzt. Dass auch Krankenhäuser mit psychiatrischen Fachabteilungen ambulante und teilstationäre psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung anbieten, ist vielfach in der Bevölkerung nicht bekannt. Diese Angebote können für die Betroffenen ein schneller Weg zu therapeutischer Hilfe sein und der weiteren Abklärung dienen.
Seit Längerem weisen die Krankenhäuser bei der Gesundheitsbehörde darauf hin, dass die Krankenkassen die vertraglichen Einschränkungen lockern sollten, um die vorhandenen Ärzte und Therapeuten in den Krankenhäusern besser einsetzen zu können und Wartezeiten abzubauen.
Für Rückfragen:
Ulrike Jaenicke
Hamburgische Krankenhausgesellschaft e. V.
040 - 25 17 36 - 29
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