Pressemitteilung
Weiterhin positive Entwicklung
Datum: 04.04.2007
Organspende in Hamburg
Die positive Entwicklung der Organspende in Hamburg hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt: In 2006 spendeten in der Hansestadt 45 Menschen nach dem Tod ihre Organe. Dieses ist eine Person mehr als im Vorjahr. Mit knapp 26 Organspendern pro eine Million Einwohner liegt Hamburg bundesweit an dritter Stelle hinter Mecklenburg-Vorpommern und Bremen und deutlich über dem Bundesdurchschnitt (gut 15). Dr. Claudia Spenk, Geschäftsführerin der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft (HKG): „Die selbstlose Haltung der Organspender verdient unsere besondere Anerkennung. Sie haben durch ihre Entscheidung für die Organspende schwerkranken Patientinnen und Patienten ein neues Leben geschenkt.“ Spenk bedankte sich bei Ärzten, Pflegekräften und anderen Berufsgruppen auf den Intensivstationen der Kliniken für das große Engagement für die Organspende. In ihren Dank schloss sie auch die Koordinierungsstelle der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) für die geleistete Arbeit mit ein.
Spenk weiter: „Die Zahlen belegen erneut, dass das gemeinsame Handeln aller mit der Organspende befassten Institutionen in Hamburg gute Früchte trägt.“ Angesichts von rund 500 schwerkranken Menschen, die allein Hamburg auf ein lebensrettendes Organ warteten, sei das Ergebnis zugleich Verpflichtung, die gemeinsamen Anstrengungen fortzusetzen. Mit Blick auf den äußerst umstrittenen Entwurf für ein Gewebegesetz auf Bundesebene forderte Spenk, alles zu unterlassen, was die Akzeptanz der Organspende in der Bevölkerung schmälern könnte.
In Hamburg ist in den letzten Jahren ein enges Netzwerk zur Förderung der Organspende entstanden. So wurde bei der HKG eine Arbeitsgruppe von Experten und Praktikern aus den Kliniken eingesetzt, um die organisatorischen Abläufe der Organentnahme im Krankenhaus weiter zu optimieren. Die HKG ist ebenfalls in einer Arbeitsgruppe aktiv, die unter Federführung der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) und unter Mitwirkung der Ärztekammer Hamburg, des UKE-Transplantationszentrums sowie der Krankenkassen, die Aktivitäten zur Organspende in Hamburg koordiniert. Spenk begrüßte in diesem Zusammenhang das Vorhaben des Hamburger Senates, auch in diesem Jahr anlässlich des Tags der Organspende im Juni einen Senatsempfang auszurichten.
Die HKG-Geschäftsführerin und promovierte Medizinerin erinnerte daran, dass die Entscheidung für die Organspende bereits zu Lebzeiten falle. Sie appellierte an die Hamburgerinnen und Hamburger, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen. Informationen zur Organspende sind etwa erhältlich über das Info-Telefon Organspende der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) und der DSO unter: 0800-90 40 400 (gebührenfrei).
Für Rückfragen:
Ulrike Jaenicke
Hamburgische Krankenhausgesellschaft e. V.
040 - 25 17 36 - 29
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