Pressemitteilung

Behandlung aus einer Hand für schwer und chronisch kranke Patienten in Hamburg nicht möglich?

Datum: 05.07.2007

Ambulante Behandlung im Krankenhaus

Seit April 2007 hat der Gesetzgeber den Krankenhäusern die Möglichkeit eröffnet, in umschriebenen Bereichen die ambulante Behandlung schwer und chronisch kranker Patienten zu übernehmen. Dafür ist ein Katalog seltener Erkrankungen und hochspezialisierter Leistungen festgeschrieben worden. Patienten, die beispielweise an Mukoviszidose, Bluterkrankheit, Krebs oder HIV/ AIDS leiden, sollen die Möglichkeit bekommen, sich dauerhaft vom Spezialisten des Krankenhauses auch ambulant behandeln zu lassen. Diese „Behandlung aus einer Hand“ erspart dem Patienten unnötige Arztwechsel.

Die Krankenhäuser haben diese neue Aufgabe aktiv angenommen und zahlreiche Anträge bei der zuständigen Behörde gestellt. Sie prüft die Anträge und bestimmt die geeigneten Krankenhäuser. Dieses Verfahren versucht die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg durch juristische Winkelzüge zu torpedieren. Für die Patienten besteht die Gefahr, dass ihnen auf unbestimmte Zeit die Versorgung aus einer Hand vorenthalten wird.

Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Vorsitzender der HKG: „Wer so gegen die Interessen der Patienten und seiner eigenen Mitglieder handelt, verliert seine Glaubwürdigkeit. Den Vertragsärzten erweist die KV durch ihr Handeln einen Bärendienst, denn die gesetzlichen Neuerungen bieten auch den ambulant tätigen Spezialisten neue Möglichkeiten der Kooperation.“. Die HKG setzt sich daher dafür ein, dass die neuen Behandlungsmöglichkeiten in Hamburg zügig eingeführt werden.

Die Hamburgische Krankenhausgesellschaft (HKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Hamburg. Sie vertritt die Interessen von 38 öffentlichen, freigemeinnützigen und privaten Krankenhäusern in Hamburg und Umgebung. Jährlich versorgen Hamburgs Kliniken allein stationär fast 400.000 Patienten, davon gut ein Viertel aus den angrenzenden Bundesländern. Mit mehr als 25.000 Beschäftigten sind die Hamburger Krankenhäuser – zusammengenommen – einer der größten Arbeitgeber der Stadt.

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