Pressemitteilung

HKG weist Angriffe des Marburger Bundes zurück

Datum: 24.09.2007

Unzufriedenheit vieler Ärzte ist eine Folge der Gesundheitspolitik

In einer Umfrage unter Hamburger Klinikärzten hat der Marburger Bund eine hohe Unzufriedenheit der Mediziner festgestellt. Diese Unzufriedenheit spiegelt die schwierige Situation der Krankenhäuser wider. Seit Jahren sind ihre Budgets gedeckelt. Gerade erst hat die Bundesregierung das Wachstum der Kliniken für 2008 auf 0,64 % beschränkt. Zugleich müssen die Kliniken 0,5 % ihres Budgets einsparen, um die Krankenkassen zu sanieren. Steigende Kosten, vor allem im Personalbereich, der circa 70 % ausmacht, können kaum mehr ausgeglichen werden. Die Krankenhäuser setzen sich für eine realistische Finanzierung ein. Denn wenn die Politik nicht umsteuert, werden sich die Arbeitsbedingungen für Ärzte und Pflegepersonal weiter verschlechtern.

Zugleich wächst die Belastung der Ärzte durch Verwaltungsaufgaben. Die Krankenhäuser sind dabei, die Arbeitabläufe neu zu organisieren, damit die Ärzte von Dokumentationspflichten entlastet werden und sich wieder ihren Patienten zuwenden können.

Der Marburger Bund beklagt auch die Arbeitszeit der Ärzte und die schlechte Lage der Oberärzte. Die Krankenhäuser halten sich an den Tarifvertrag, den der Marburger Bund unterschrieben hat. Darin ist festgehalten, dass Ärzte unter bestimmten Voraussetzungen über die regelmäßige tarifliche Wochenarbeitszeit hinaus eingesetzt werden dürfen. Für Oberärzte gilt, dass sie entsprechend ihrer vom Arbeitgeber zugewiesenen Aufgaben bezahlt werden. Dies wurde im Tarifvertrag neu definiert. Einige Ärzte verschlechtern sich dadurch. Das führt jetzt zu Unzufriedenheit. Der Marburger Bund hat den Tarifvertrag aber akzeptiert. Nun ist er offenbar in Erklärungsnot und weist die Verantwortung den Krankenhäusern zu.

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