Pressemitteilung
HKG zu Tarifforderungen der Gewerkschaft Ver.di
Datum: 15.02.2008
Tarifforderungen treffen Krankenhäuser in schwierigen Zeiten
Die Hamburger Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter werden vom wirtschaftlichen Aufschwung abgehängt. Denn die Gesundheitspolitik entzieht den Kliniken Geld, mit dem Tariferhöhungen finanziert werden könnten. Bei einer gesetzlich festgelegten Budgetsteigerung von 0,64 Prozent für 2008 bleibt nach Abzug der Sanierungsabgabe an die Krankenkassen eine Steigerungsrate von 0,14 Prozent. Davon müssen die Mehrwertsteuererhöhung und steigende Energiekosten finanziert werden. Unter diesen Umständen sind Gehaltsforderungen von acht Prozent völlig realitätsfremd.
Die Kliniken befinden sich im Umbruch. Unter einem enormen Kostendruck müssen neue Behandlungs- und Arbeitsabläufe organisiert werden. In solchen Phasen kommt es oft zu Verunsicherung und Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern. Zumal dann, wenn sie den Eindruck haben, nicht ausreichend entlohnt zu werden. Die Fallpauschalen, nach denen die Krankenhäuser abrechnen, umfassen aber die Behandlung nach modernsten medizinischen Standards. Die medizinischen Verfahren werden immer besser und ermöglichen eine schnellere Entlassung. Kurze Krankenhausaufenthalte sind auch im Interesse der Patienten. Niemand muss befürchten, zu früh aus dem Krankenhaus entlassen zu werden.
Dr. Claudia Spenk, Geschäftsführerin der HKG: "Die Krankenhäuser müssen in die Lage versetzt werden, wirtschaften zu können wie Unternehmen anderer Branchen. Dazu gehört auch die angemessene Bezahlung ihrer Mitarbeiter. Die Politik darf den Krankenhäusern nicht länger ein Budget vorschreiben."
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Ulrike Jaenicke
Hamburgische Krankenhausgesellschaft e. V.
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