Pressemitteilung

HKG zum Tarifabschluss zwischen dem Krankenhaus-Arbeitgeberverband (KAH) und Ver.di

Datum: 08.05.2008

Hamburger Krankenhäuser fordern Refinanzierungsmöglichkeit für Tarifsteigerung

Hamburg, den 8. Mai 2008; Die HKG veranschlagt die Kosten der gestern getroffenen Tarifvereinbarung für die Krankenhäuser für 2008 mit zusätzlich rund 15 Mio. Euro. 2009 steigen die Mehrbelastungen um rund 42,5 Mio. Euro. Die Krankenhäuser unterstützen die Vereinbarung trotzdem. Sie können nicht zulassen, dass ihre kompetenten und motivierten Mitarbeiter von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt werden. Außerdem gibt die Festlegung auf zwei Jahre den Krankenhäusern Planungssicherheit.

Unter den gegebenen gesetzlichen Rahmenbedingungen können die Krankenhäuser die Tarifsteigerungen aber nicht refinanzieren. Im Gegenteil: Die Politik entzieht den Krankenhäusern Geld. Ihnen bleibt bei einer Grundlohnrate von 0,64 Prozent abzüglich des Sanierungsbeitrags für die Krankenkassen von 0,5 Prozent ein Budgetspielraum von 0,14 Prozent. Das ist weit unter der Inflationsrate von 3,1 Prozent.

Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Erster Vorsitzender der HKG: „Die Hamburger Krankenhäuser müssen in die Lage versetzt werden, ihre Mitarbeiter gut zu bezahlen. Deshalb müssen Tarifsteigerungen refinanziert werden können. Die seit fünfzehn Jahren bestehende Deckelung der Budgets muss aufgehoben werden.“

Anhänge: Tarifverhandlungen KAH-Ver.di

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