Pressemitteilung

Krankenhäuser und Krankenkassen einigen sich auf landesweiten Basisfallwert

Datum: 01.02.2008

Tragfähiger Kompromiss erreicht

Gemeinsame Presseerklärung

  • HKG Hamburgische Krankenhausgesellschaft e.V.
  • AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse
  • BKK-Landesverband NORD
  • IKK Hamburg
  • PKV Verband der privaten Krankenversicherung e. V. Verband der Angestellten-Krankenkassen e.V. (VdAK)
  • AEV-Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e. V.

Beide Parteien waren mit klaren Zielen in die Verhandlungen gegangen: Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen wollten ihre Ausgaben für die Kliniken begrenzen, um die Beitragssätze stabil zu halten. Die Krankenhäuser wollten in für sie wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen möglichst angemessenen Preis erzielen, um die Versorgung ihrer Patienten nicht zu gefährden. Am Ende wochenlanger Verhandlungen steht nun ein Kompromiss, mit dem beide Seiten gut leben können. Der landesweite Basisfallwert für 2008 liegt bei 2.824 Euro. Damit sinkt er gegenüber 2007 um sechs Euro. Die Krankenhäuser konnten der Absenkung zustimmen, weil die Kostenträger bereit sind, die gestiegenen Leistungen der Kliniken anzuerkennen. 2007 hatten die Krankenhäuser fünf Prozent mehr Leistungen erbracht, als von den Vertragspartnern erwartet. Der Basisfallwert 2008 enthält einen weiteren Leistungsanstieg. Sollten die Krankenhäuser mehr oder weniger leisten als vereinbart, erhalten sie einen um maximal fünf Euro nach unten oder oben angepassten Preis. Das gibt den Kliniken und den Krankenkassen Planungssicherheit. Das Budget der Hamburger Krankenhäuser beträgt weiterhin 1,3 Milliarden Euro.

Mit dem neuen Wert nähert sich Hamburg immer weiter an das bundesweite Preisniveau an. Inzwischen liegt der Preis für Krankenhausleistungen unter dem von Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Die Hamburgische Krankenhausgesellschaft begrüßt die Einigung. Die Kliniken leisten Spitzenmedizin für die gesamte Metropolregion. Auch deshalb behandeln sie immer mehr Patienten. Der jetzt ausgehandelte Preis ist insgesamt ein gutes Ergebnis, weil die Krankenkassen die Leistungsfähigkeit der Kliniken anerkennen.

Für die gesetzliche und private Krankenversicherung ist die Einigung ein Erfolg der Selbstverwaltung. Trotz schwieriger Ausgangslage ist durch intensives Verhandeln ein akzeptables Ergebnis erreicht worden.

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