Pressemitteilung
Leichter Rückgang bei Organspenden in Hamburg
Datum: 24.04.2008
Krankenkasse und Kliniken empfehlen Organspendeausweis
Im vergangenem Jahr haben in Hamburg 38 Menschen nach ihrem Tod anderen Menschen mit ihrer Organspende geholfen. Im Jahr 2006 waren es noch 45 Organspender. Hamburg belegt mit 21,6 Organspendern je eine Million Einwohner nach Bremen im Ländervergleich den zweiten Platz und liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt der Organspendestatistik mit 16 Spendern je eine Million Einwohner. Auch bei der Anzahl der Transplantationen belegt Hamburg mit 191 Operationen und 108,5 Transplantationen pro eine Millionen Einwohner einen Spitzenplatz nach Berlin mit 436 Operationen und 128 Transplantationen pro eine Million Einwohner.
80 Prozent der Deutschen stehen dem Thema Organspende positiv gegenüber Trotzdem besitzen bislang nur zwölf Prozent einen Organspendeausweis. „Der Organspendeausweis ist für viele Menschen immer noch ein Tabuthema, da sie sich mit dem eigenen Tod auseinandersetzen müssen. Dabei ist dieser Ausweis sehr wichtig, denn wenn sich ein Verstorbener zu Lebzeiten nicht geäußert hat, müssen seine Angehörigen die Entscheidung in einer sehr schweren, belastenden Situation übernehmen,“ erklärt Angelika Schwabe, Leiterin der Landesvertretung Hamburg der Techniker Krankenkasse (TK). Auch für Krankenhausärzte ist es sehr belastend, unter Zeitdruck mit trauernden Angehörigen über die Spendebereitschaft sprechen zu müssen.
Ein Organspendeausweis bringt Klarheit: Auf dem Ausweis kann man seine Entscheidung sowohl für als auch gegen eine Organspende festhalten, ebenfalls können einzelne Organe ausgeschlossen werden. Der Spendeausweis ist bei allen Kassen erhältlich und steht bei der TK im Internet unter dem Suchbegriff Organspende unter www.tk-online.de als Download zur Verfügung.
Hinweis: Die Zahlen stammen aus den aktuellen Auswertungen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).