Hamburger Kliniken stellen Notfallversorgung rund um die Uhr sicher

21 Krankenhäuser der Not- und Unfallversorgung unverzichtbar
31.07.2018

Die Notfallversorgung von lebensbedrohlich erkrankten oder Patienten nach Unfällen wird täglich rund um die Uhr von 21 Krankenhäusern in Hamburg sichergestellt. In diesen Krankenhäusern wurden nach einer Erhebung der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft im vergangenen Jahr 694.745 Notfälle pro Jahr behandelt, davon 231.025 stationär und 463.720 ambulant. Die Notfälle gelangen auf unterschiedlichen Wegen in die Krankenhäuser, sowohl durch Rettungstransporte, als auch durch Patienten, die die Krankenhäuser selbständig aufsuchen. Die hohe Inanspruchnahme der Krankenhäuser in der Not- und Unfallversorgung zeigt, dass die 21 Krankenhäuser unverzichtbar sind, um die Versorgung der Hamburger Bevölkerung sicherzustellen.

Differenziertes Netz von Spezialversorgern bietet lückenlose Versorgung von Notfallpatienten

Die Krankenhäuser der Not- und Unfallversorgung haben zusätzlich unterschiedliche medizinische Schwerpunkte, die von der Notfallleitstelle bei der Disposition der Rettungszuführung bereits berücksichtigt werden. Die Notfallversorgung erfordert unterschiedliche personelle und technische Voraussetzungen, um den verschiedenen medizinischen Fragestellungen gerecht werden so können. So sind zwei Krankenhäuser im Hamburger Stadtgebiet überregional zertifizierte, vier regional zertifizierte und weitere zwei lokal zertifizierte Traumazentren und Mitglieder des Traumanetzwerks Hamburg DGU. Zehn Krankenhäuser nehmen mit Stroke Units an der Schlaganfallversorgung teil. 14 Krankenhäuser versorgen akute Herzinfarktpatienten. Elf Krankenhäuser versorgen geburtshilfliche Notfälle, sieben Krankenhäuser in ihren Perinatalzentren Frühgeborene und kranke Neugeborene. Zwei Kinderkrankenhäuser und vier Fachabteilungen für Kindermedizin stellen die Versorgung von Kindernotfällen sicher. Einzelne Spezialversorger bieten Kapazitäten für Schwerbrandverletzte oder hochinfektiöse Patienten an. Das hochdifferenzierte Versorgungsangebot von Notfällen bietet auch bei Kapazitätsengpässen einzelner Krankenhäuser stets eine Versorgungsmöglichkeit in einem anderen Hamburger Krankenhaus.

Hamburger Krankenhäuser erfüllen Vorgaben der Bundesebene zur Notfallversorgung

In Übereinstimmung mit dem im April 2018 vom Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossenen Konzept für ein gestuftes System der Notfallversorgung halten die 21 Krankenhäuser Hamburgs personelle und strukturelle Ausstattung in ihren Zentralen Notaufnahmen und komplementären Bereichen, wie bspw. Labor, Radiologie, Intensivstation vor. Die Krankenhäuser gehen nach interner Prüfung davon aus, dass sie die Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses flächendeckend in Hamburg erfüllen. Daher erwartet die Hamburgische Krankenhausgesellschaft aufgrund dieser Norm keine grundlegenden Veränderungen in der Landschaft der Not- und Unfallversorgung in Hamburg.

Aktuelle Kapazitätsschwankungen und Belastungsspitzen werden zwischen den Krankenhäusern kompensiert

Notfallversorgung ist nur sehr begrenzt und auf der Grundlage von Erfahrungswerten planbar. Unerwarteter Patientenzustrom kann ebenso wie Kapazitätsgrenzen des Krankenhauses zu vorübergehenden Einschränkungen der Aufnahmebereitschaft eines Krankenhauses führen. Häufige Gründe sind die Bindung des vorhandenen Personals durch laufende Reanimationen, durch Operationen oder die Belegung aller Intensivbetten oder Kreissäle. Die Krankenhäuser haben in solchen Fällen die Möglichkeit, derartige Kapazitätsengpässe als vorübergehende Sperrung durch Meldung an die Feuerwehr und die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz zu kommunizieren. Dadurch hat die Feuerwehr die Möglichkeit, die Rettungsmittel so zu disponieren, dass Krankenhäuser direkt mit Notfällen angefahren werden, die über die notwendigen Kapazitäten verfügen, diese zeitnah zu versorgen. Der durch aktuelle Medienberichte entstandene Eindruck, Sperrungen von Notaufnahmen seien auf einzelne Krankenhäuser begrenzt, ist nicht richtig. Die vorübergehende Sperrung von Notaufnahmen, Kreissälen oder Intensivbetten ist eine sinnvolle Maßnahme im Sinne der schnellen und zielgerichteten Patientenversorgung. Kurze Wege im Hamburger Stadtgebiet ermöglichen auch bei krankenhausindividuellen Engpässen eine schnelle Zuführung des Notfallpatienten in ein anderes Krankenhaus.

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